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Die lvergoldung

Die Ölvergoldung ist eine relativ einfache und günstige Art der Vergoldung. Sie kann auf nahezu jedem nur erdenklichen Untergrund erfolgen wie z. B. Metall, Glas, Stein, Kunststoff usw.

Bei der Ölvergoldung spricht man auch von einer Mattvergoldung. Ein Glanz wie bei einer Polimentvergoldung kann nur annähernd erzielt werden.

Die Ölvergoldung beginnt man mit dem Vorbereiten des Untergrundes, hier erklärt am Beispiel Metall. Zuerst wird das Metall entrostet, und dann mit einer Lackschicht überzogen. Dies kann ein handelsüblicher Autolack sein oder aber auch Schellack. Hier muss man aber beachten dass man den Schellack nur für Innenvergoldungen verwenden kann. Es gibt einen Grundsatz je glänzender der Untergrund, desto glänzender ist die Vergoldung. Deshalb sollte der verwendete Lack hochglänzend sein.

Unser lackiertes Werkstück muss bevor wir mit der eigentlichen Vergoldung beginnen staub- und fettfrei sein.

Dann beginnen wir mit dem Mixtionieren. Die Mixtion ist ein Klebemittel auf Leinölbasis. Sie wird in zwei Trockenzeiten angeboten. In 3 Stunden und 12 Stunden. Der Begriff Trockenzeit ist so zu verstehen, dass man nach dem Auftrag der Mixtion die Trockenzeit abwarten muss, bevor man mit dem Anschießen des Goldes beginnen kann. Der Auftrag der Mixtion muss gleichmäßig sein dies kann mit einem Pinsel (Anleger) geschehen oder einem nicht fusselnden Baumwolltuch. Anschließend empfiehlt es sich die mixtionierte Stelle z.B. mit einem Küchenpapier in eine Richtung abzuziehen.

Die Angaben der Trockenzeiten beziehen sich auf durchschnittliche Temperaturen von ca. 20 °C. Höhere Temperaturen vor allem im Hochsommer können diese Trockenzeiten selbstverständlich beeinflussen. Ob die Mixtion genug abgetrocknet ist, können Sie überprüfen, indem sie mit dem Finger über die mixtionierte Stelle fahren. Die Oberfläche muss klebrig sein und man hört ein leichtes Pfeifgeräusch.

Tricks und Kniffe beim Auftragen der Mixtion:

Der Auftrag sollte so dünn wie möglich erfolgen. Hier gibt es kein zu dünn, es sei denn, man trifft eine Stelle überhaupt nicht.

Um den Auftrag zu erleichtern, kann man die Mixtion mit Terpentinöl oder Terpentinersatz in einem Verhältnis von maximal 1:1 verdünnen. Für den Auftrag eignet sich gut ein Schwämmchen aus Moltopren oder das Spritzverfahren auch ein fusselfreies Tuch kann verwendet werden. Bei der Verwendung eines Pinsels sollte die mixtionierte Fläche einmal mit einem Tuch oder Schwämmchen abgezogen werden da ein Auftrag mit dem Pinsel nie gleichmäßig ist.

Bei den Mixtionen kann man von folgenden Trocken- und Offenzeiten ausgehen:

Mixtion Lefranc 3 Stunden Trockenzeit 2 - 3,5 Std Trochenzeit 0,5 1 Std. Offenzeit
Mixtion Lefranc 12 Stunden Trockenzeit 12 16 Std Trockenzeit 3 4 Std. Offenzeit

Beeinflusst werden die Trocken- und Offenzeiten von der Auftragsdicke, der Beschaffenheit des Untergrundes, Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen.

Nun kann mit der eigentlichen Vergoldung begonnen werden. Auf die mixtionierten Stellen kann nun nach und nach das Blattgold angeschossen werden. Bei dieser Vergoldung ist es normal, das überstehende teile der Goldblätter abstehen. Nach Beendigen des Anschießens wird das Gold eingekehrt. Fehlstellen werden mit Goldresten bedeckt überschüssiges Gold wird dadurch entfernt. Hierfür sollte man auf jeden Fall einen reinen Fehhaarpinsel verwenden wie Antupfer, Verreiber oder Vergolderpinsel.

Nun sollte unsere Vergoldung einen Tag ruhen, bis die Mixtion vollständig ausgetrocknet ist. Dann kann man mit Watte die Vergoldung abreiben und dadurch den Glanz intensivieren.

Die Ölvergoldung kann ohne Schutzüberzug im Außen- und Innenbereich angewandt werden. Nur Vergoldungen mit Weißgolden oder Blattsilber müssen überlackiert werden.

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